Goio friert ein. Seltsam, schließlich lebt er in Bluefields an der Atlantikküste Nicaraguas. Es handelt sich auch nicht um ein einfrieren im wörtlichen Sinne. Der baskische Exilant hat das Gedächtnis und die Sprache verloren. Von diesem Ausgangspunkt aus entfaltet Joseba Sarrionandia einen großartigen Roman in drei Strängen. Einer behandelt den Kampf um Goios Genesung, einer behandelt eine Jugend im Baskenland der 70-Jahre und einer eine fiktive Reise an den Südpol.
Die Erzählung besticht durch eine facettenreiche und starke Sprache, es macht viel Spaß das Buch zu lesen.
Der Autor, Joseba Sarrionandia, lebt selbst im Exil, dennoch ist der "Untergrundschriftsteller" sehr populär. Aus dem Baskischen übersetzt wurde das Buch von Petra Elser und Raul Zelik, Zelik behandelt in seinem letzten Roman die Geschichte und das Werk Sarrionandias, darüber wurde auch mein Interesse geweckt.
Dem neu entfachten Interesse nachzugehen hat sich gelohnt. Beide Bücher sind bei Blumenbar erschienen, ein Verlag dessen Programm ich mir zukünftig genauer ansehen werde.