China

Giovanni Arrighi: Adam Smith in Beijing

Einen doppelten Zweck habe sein Buch, schreibt Arrighi in seiner Vorwort:

"Zielsetzung des Buches ist ebenso sehr eine Interpretation der aktuellen Verschiebung des Epizentrums der globalen politischen Ökonomie von Nordamerika nach Ostasien in Anbetracht von Adam Smiths Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung wie eine Interpretation seines Werkes Der Wohlstand der Nationen angesichts dieser Verschiebung. (...) So wird es unvermeidlich sein, dass Leser mit wenig Geduld für Theorie oder für die Analyse weit zurückliegender und unvertrauter Zeitabschnitte oder für in der Entstehung begriffener Geschichte möglicherweise versucht sind, Abschnitte oder gar ganze Kapitel zu überspringen. (...) Als Gegenleistung bitte ich lediglich darum, das Buch als Ganzes zu bewerten und nicht nur seine Einzelteile."

Nun, ich habe das ganze Buch gelesen und sehe mich trotzdem nicht im Stande eine "Bewertung" abzugeben. Schlicht weil mir die Mittel einer kritischen Überprüfung der Thesen Arrighis fehlen. Während die beschriebene Entwicklung des Niedergangs der USA auf der einen Seite, und der Aufstieg Chinas auf der Anderen, noch nachvollziehbar ist, bleibt seine Argumentation mit Adam Smith für mich weitgehend im Dunkeln.
Gestört hat mich das nicht, die Lektüre war sehr fesseld. Es wimmelt nur so von Quellenverweisen und weiterführenden Anmerkungen. Ich nutze die Lektüre also einfach als eine Quelle zahlreicher Daten und Argumentationsstränge zur aktuellen chinesichen Entwicklung ohne den Anspruch alles einer kritischen Überprüfung zu unterziehen.
Mit dieser Methode hat die Lektüre der bei VSA erschienenen Schwarte Spaß gemacht.

Unruhen in Tibet – Peking am Pranger

Interview mit Theo Wentzke vom Gegenstandpunkt über die aktuelle China/Tibet-Debatte

Veranstaltung mit Henning Böke

Am Freitag, den 25.04.2008 um 19.00 Uhr wird Henning Böke im Subversiv sein Buch über den Maoismus zur Diskussion stellen.

China-Bashing

Jens Berger schreibt bei Telepolis über das China-Bashing westlicher Medien

Adam Smith in Beijing

Längst angekündigt, noch nicht erschienen. Aber es gibt eine kleine Leseprobe von Giovanni Arrighis "Adam Smith in Beijing" bei VSA. Liest sich äußerst interessant, das Buch kommt auf die Liste zu lesender Neuerscheinungen.

Gerd Ruge: Begegnung mit China

Das hätte ich ja nicht vermutet, dass ich jemals ein Buch von Gerd Ruge lese. Aufmerksam wurde ich auf "Begegnung mit China" bei der Lektüre des Bändchens zum Maoismus von Henning Böke.
Erstmals erschienen ist der Reisebericht 1978. Ruge war zwischen 1972 und 1978 in China und behandelt die heißen Jahre der Kulturrevolution und die innerparteilichen Kämpfe am Ende der Ära Mao.
Aufgeteilt ist das Buch nach Sachthemen. Ruge behandelt erst allgemein den Alltag in China, wendet sich dann dem Komplex der Erziehung und Bildung zu, daran schließt sich ein Kapitel zur Industrie an. Interessant ist das folgende Kapitel zur Justiz und der inneren Sicherheit. Es folgt Landwirtschaft, der Machtkampf und schließlich die Armee. Abschließend gibt es noch ein kleines Kapitel zur Außenpolitik Chinas.
Ruge schreibt im Stil des Geschichtenonkels, es handelt sich um einen sehr subjektiven Bericht. Wer mehr zu Romanen neigt (so wie ich) kann bei der Lektüre durchaus Spaß haben. Allerdings übertreibt er sein Geschwafel ab und an, so dass Längen entstehen.
Das Buch ist in verschiedenen Ausgaben auf einschlägigen Plattformen zu Cent-Preisen zu beziehen.

Li Zhensheng: Red-Color News Soldier

'li_zhendheng' von Corto

Ein äußerst interessanter Bildband ist mir da in die Hände gefallen: Red-Color News Soldier - A chinese photographer`s odyssey through the cultural revolution enthält Fotografien von Li Zhensheng, aufgenommen zwischen 1964 - 1980. Erschienen ist die Sammlung bei Phaidon.

'li_zhendheng01' von Corto

Cao Fei

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