Die achtzig wichtigsten zeitgenössischen Künstler Chinas stellt das China Art Book vor, das bei DUMONT erschienen ist. Das Auswahlkriterium ist dabei der kommerzielle Erfolg in China und International. In der Einleitung wird beschrieben, dass der chinesische Kunstmarkt derzeit am Explodieren ist. Während bisher (fast) ausschließlich kommerzielle Galerien Räume für Ausstellungen boten, sollen in den nächsten Jahren rund 1000 staatliche Museen für zeitgenössische Kunst entstehen. Bemerkenswert ist dieser Umfang deshalb, weil erst seit Ende der 70er-Jahre überhaupt ein eine Szene moderner Kunst entstehen konnte, da während der Kulturrevolution und den folgenden Jahren nur "proletarische" Kunst (bzw. was darunter von den Eliten verstanden wurde) erlaubt war.
Auch heute unterliegt die Kunst noch Einschränkungen. Vor allem in Bezug auf Sexualität und die Abbildung des "großen Steuermannes" Mao Tse Tung. Allerdings beschränken sich diese nur auf die Präsentation in China selbst. Auf dem internationalen Kunstmarkt dürfen derartige Werke durchaus angeboten werden, Nachteile in der Volksrepublik müssen die Künstler dadurch kaum fürchten.