USA

Giovanni Arrighi: Adam Smith in Beijing

Einen doppelten Zweck habe sein Buch, schreibt Arrighi in seiner Vorwort:

"Zielsetzung des Buches ist ebenso sehr eine Interpretation der aktuellen Verschiebung des Epizentrums der globalen politischen Ökonomie von Nordamerika nach Ostasien in Anbetracht von Adam Smiths Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung wie eine Interpretation seines Werkes Der Wohlstand der Nationen angesichts dieser Verschiebung. (...) So wird es unvermeidlich sein, dass Leser mit wenig Geduld für Theorie oder für die Analyse weit zurückliegender und unvertrauter Zeitabschnitte oder für in der Entstehung begriffener Geschichte möglicherweise versucht sind, Abschnitte oder gar ganze Kapitel zu überspringen. (...) Als Gegenleistung bitte ich lediglich darum, das Buch als Ganzes zu bewerten und nicht nur seine Einzelteile."

Nun, ich habe das ganze Buch gelesen und sehe mich trotzdem nicht im Stande eine "Bewertung" abzugeben. Schlicht weil mir die Mittel einer kritischen Überprüfung der Thesen Arrighis fehlen. Während die beschriebene Entwicklung des Niedergangs der USA auf der einen Seite, und der Aufstieg Chinas auf der Anderen, noch nachvollziehbar ist, bleibt seine Argumentation mit Adam Smith für mich weitgehend im Dunkeln.
Gestört hat mich das nicht, die Lektüre war sehr fesseld. Es wimmelt nur so von Quellenverweisen und weiterführenden Anmerkungen. Ich nutze die Lektüre also einfach als eine Quelle zahlreicher Daten und Argumentationsstränge zur aktuellen chinesichen Entwicklung ohne den Anspruch alles einer kritischen Überprüfung zu unterziehen.
Mit dieser Methode hat die Lektüre der bei VSA erschienenen Schwarte Spaß gemacht.

Provokateure, Paramilitärs, Putchisten

Raul Zelik schreibt beim Freitag über die Destabilisierungsstrategie der USA und Kolumbiens gegen Venezuela und Ecuador.

[via]

T.C. Boyle: Zähne und Klauen

'boyle' von Corto

Ich fürchte die großen Zeiten des T.C. Boyle sind vorbei. Einstmals habe ich seine Bücher mit großer Begeisterung gelesen. Doch schon der letzte Roman war eher mäßig.
Die Kurzgeschichtensammlung Zähne und Klauen ist harmlos, ja langweilig. Ich habe zwar schon bis zum Ende durchgehalten, aber das war knapp. Gähn...

New Age Racism

Interview mit Elaine Brown in der Jungle World

[via]

Jonathan Franzen: Die Korrekturen

'franzen' von Corto

Jonathan Franzen ist eine Entdeckung. Dabei hat mich "Die Korrekturen" erstmal nicht besonders neugierig gemacht. Eine Familiengeschichte, und dazu eine Familiengeschichte in Form einer ziemlich dicken Schwarte.
Nachdem ich dann aber angefangen habe zu lesen, war die Skepsis allerdings schnell verflogen. Es ist weniger der Inhalt, der die Qualität des Buches ausmacht, es ist die Art wie Franzen erzählt. Seine Sprache.
"Das beste was man von bürgerlichen US-Autoren erwarten kann" kommentiert ein Freund den Roman. Stimmt!

Inhalt abgleichen